25. Juni 2014: Tour durch Mittelerde

Das Titelbild verrät es schon: ich habe es getan. ich war nerdig, touristisch, und habe mich auf die Spuren von J.R.R.Tolkien' "Herr der Ringe" und "Der Hobbit" begeben, und das Filmset der beiden Trilogieen besucht.

Der Tag startete wieder mit einem Sonnenaufgang, der dank der sich nähernden Sturmfront spektakulärer war, als der von gestern.
image
image

Um kurz vor Acht brach ich auf in Richtung Taupo, mit der vaagen Hoffnung, vielleicht nochmal einen Blick auf die Vulkane werfen zu können. Dazu musste ich einen Höhenzug überwinden, an dem sich die Vorläufer des Sturms festgebissen hatten. Ich hatte es mit vielen Wolken und einigen ernst zu nehmenden Windböen zu tun, die die Aussicht, und den Genuss des Fahrens ein wenig minderten.

image
image
(Wer genau hinguckt, kann die Dampf-Säulen ausmachen, die durch den vulkanischen Untergrund verursacht werden).

Kurz vor Taupo fuhr ich vom Highway ab, da ein Schild einen "Scenic Lookout" versprach. ich war mir zwar nicht sicher, ob bei diesem Wetter irgendwas zu sehen sein würde, aber da mir nach kurzer Pause und Beine strecken war, fuhr ich ab, und entdecke das hier:
image

In Taupo machte ich keinen Halt mehr. Die Vulkane waren hinter Wolken verschwunden, und die vulkanischen Aktivitäten hatte ich >>>vor 4 Jahren schon mal gesehen.

Stattdessen fuhr ich weiter nach Norden, bis ich schließlich in Matamata ankam.

Für die Leser, die die letzten Kino-Jahre nicht jeden Sch*** geschaut haben: Es gab da zwei groß gefeierte Events, das eine schon vor über 10 Jahren, als peter Jackson die "Herr der Ringe" Trilogie von J.R.R. Tolkien verfilmte. Ein Projekt, das lange nicht für möglich gehalten wurde, da es sich um eine Fantasy-Geschichte handelt, die riesige Schalchten von gut gegen Böse beinhaltet, mit Geisterarmeen, und Drachen. Jackson hat es aber verdammt gut hinbekommen, und gerade ist die nächste Trilogie "Der Hobbit" im Kino (Eigentlich ein Kinderbuch, das kaum einen Film füllt, allerdings sind die Kinofilme vollgepackt mit Hintergrund-Geschichten zur ersten Trilogie, denn "der Hobbit" spielt 60 Jahre vor der ersten Geschichte...).
Die Helden beider Filmprojekte sind Hobbits, kleine Menschen, mit sehr großen, haarigen Füßen, die das Auenland in Mittelerde bewohnen. Für die Filme wurde ihre Welt auf einer Farm in der Nähe von Matamata erschaffen. Nachdem das erste Filmprojekt abgeschlossen war, wurden die Kulissen fast vollständig abgerissen, wie es im vertrag mit dem Farmer vorgesehen war. Allerdings kam ein Sturm dazwischen, sodass 17 der ursprünglich über 30 Hobbit-Höhlen stehen blieben, weil das gelände nicht befahrbar war. In der Zwischenzeit hatten die Ortsansässigen Kiwis rausgefunden, wo das Filmset war, und baten, es ansehen zu dürfen. So merkte der Farmer schnell, dass er da ein kleines Juwel hatte, und handelte aus, das verbleibende Set der Öffentlichkeit zugänglich machen zu dürfen.
Vor 4 Jahren kam das Filmteam wieder, um die "hobbit"-Filme machen zu können. Diesmal verlangte der Farmer, dem da Land gehört, dass das Set so gebaut wird, dass es mindestens 50 Jahre hält, und dass es Touristen (wie mir) zugänglich gemacht wird. Und so kann man heute durch "das Shire" spazieren.

Ich buchte die Tour in Matamata, das ganz im hobbit-Fieber ist (und wo es außer den Touren zum Filmset auch nichts zu tun gibt...)
image
(Die Touristen-Info in Matamata)

Von hier fuhren uns zwei Busse zum Set, wo wir von einem Führer 1 Stunde lang herumgeführt wurden, und allerlei interessante Details zum Film erfuhren. Zum Beispiel, dass es nur 7 Leute aus Matamata geschafft haben, als Statisten im Film zu sein. Warum? Hobbits sind sehr klein, etwa halb so groß, wie normal-große Menschen. Also wurden kleine Menschen als Hobbit-Statisten ausgewählt.

Diesem Größenunterschied ist es auch zu verdanken, dass es verschieden große Hobbithöhlen gibt. DIe meisten sind ziemlcih klein, mit Türen etwa halb so groß wie ich.
image

Da die Schauspieler der Hauptrollen allerdings normalgroß sind, gibt es auch größere Hobbit-Hölen. In eine durften wir sogar rein.
image

Sie gehen nicht besonders weit in die Hügel hinein. Alles, was sich im Film in einer Höhle abspielt, ist im Studio gedreht. Auch die Szenen im Begend, wo Frodo und Bilbo Beggins wohnen (Tolkien-Kennern wohl bekannt). Und so sieht es in echt aus:
image (Ja, auf genau der Bank sitzt Bilbo in den Filmen und raucht seine Pfeife).

Das gesamte Dorf ist da, mit Dorfplatz, und Kneipe!
image

Das Pub ist klmplett, mit Küche und allem. Und wir bekamen alle ein Freigetränk unserer Wahl. Hier wird sogar spezielles Bier gebraut, dass es nur in Hobbiton gibt (Leider auch nicht in Flaschen zu kaufen, sonst wäre mein Mitbringsel für mein Bruderherz schon in trockenen Tüchern...). Das Pub kann man für Hochzeiten, Geburtstage, etc buchen, allerdings glaube ich, dass das wohl echt nicht billig ist, wenn man bedenkt, dass die Tour alleine schon 50Euro kostet!

Trotzdem irgendwie cool, mal mittendrin zu sein - zumindest für echte Fans der "Herr der Ringe" - Filme!
image

Danach fuhr ich noch über einen kleinen Höhenzug zur Nordküste, wo mich das Unwetter voll erwischte. Viel Regen, Windböen, und nix mehr zu machen. Also fiel ich auf mein Motel-Bett, schaute durch meine Fotos, und bloggte. Zumindest habe ich jetzt einen festen Plan für die letzten zwei Tage. Und wenn alles gut geht, gibt es noch mehr spektakuläre Bilder zu sehen. Ich freue mich jedenfalls drauf!

 

Dein Kommentar:

Dein Name
Deine Email-Adresse
Deine Homepage (?)
Mail bei neuen Kommentaren?
Code bitte abtippen: