24 November 2011: Bandar Seri Begawan (Brunei)

Nach drei vollen Flugtagen am Stück gab es wieder einen flugfreien Tag. Und den hatten wir schon früh mit einem Ausflug in den Staat Brunei verplant. Also sprangen wir (Phoebe, Katja und ich) morgens zu Markus ins Auto und brachen auf in Ausland
Man muss wissen, dass man nicht einfach so von Malaysia nach Brunei fahren kann. In Brunei ist nämlich zum Beispiel das Bezin wesentlich billiger als in Malaysia, weswegen man dort mit einem malaysischen Auto nicht überall tanken kann. Und dann ist da ja noch die Grenze, durch die man durch muss (mir als Schengen-Kind ja kaum noch ein Begriff so ein echter, voll besetzter Grenzübergang). Wir brauchten eine Greencard für den Leihwagen, auf der standen alle wesentlichen Informationen zu unserem Leihwagen, damit wir bei der Grenze alles richtig angeben konnten, und uns geglaubt wurde, dass wir keinen Wagen verzollen zu haben, und den Staat auch bestimmt wieder verlassen. Schließlich hat auch Brunei nichts zu verschenken. Jedenfalls nicht an Ausländer. Für die 400.000 Einwohner ist jede Art von Sozial- und Krankenversicherung kostenlos, und den Wohlstand des Landes kann man durchaus entdecken, wenn man mal etwas abseits der Hauptstraßen schaut.

Was einem aber zu allererst auffällt, wenn man das Land betritt, sind neben den in Grenznähe besonders gut ausgebauten Straßen die besonders grünen Straßenränder.
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Brunei lässt seinen Regenwald nämlich größtenteils in Frieden.
Wir fuhren schnurstracks in die Hauptstadt mit dem schönen Namen Bandar Seri Begawan (Bitte 5 mal schnell hintereinander aufsagen!)
Dieser Stadt sieht man den Reichtum des Sultanats schon von weitem an.
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Man kann hier immer davon ausgehen, das etwas, was Gold aussieht auch komplett aus Gold besteht
In der Stadt genehmigten wir uns erstmal einen Kaffee und sahen uns dann zu Fuß um. Zuerst ging's in Watervillage, einer komplett auf Holzpfählen errichteten Stadt, in der sage und schreibe 30.000 Menschen leben, und in der es komplette Infrastruktur von Schulen, Hochschulen, und Moscheen bis zu Feuerwachen und Polizeistationen gibt. Leider gibt es dort auch recht viel Müll.
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Brunei ist allerdings im Vergleich zu Malaysia echt sauber, und meine reiseerfahrenen Kollegen meinten auch, dass schon Malaysia für einen Tropenstaat sehr sauber ist.
Nach dem Watervillage gingen wir zur Hauptmoschee, die leider an diesem Tag nicht offen war.
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Neben dieser Moschee gibt es ein Bankgebäude, das ursprünglich mal 6 Stockwerke besaß. Die waren aber höher als das Minarett der Moschee, was dem Sultan nicht gefallen hat, sodass auf dessen Geheiß die beiden obersten Stockwerke der Bank wieder abgebaut werden mussten. Ein Staat in dem noch Zucht und Ordnung herrscht...
Weiter ging es quer durch das Stadtzentrum zum Markt. Der war nicht nur was die Gerüche angeht ein Abenteuer, auch für die Augen.
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Nach einer kleinen Stärkung nahmen wir uns dann ein Wassertaxi, das uns übers Wasser am Sultanspalast vorbei in die Mangrovenwälder brachte.
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Ja, natürlich ist auch diese Kuppel, die das Büro des Sultans beherbergt aus echtem Gold. Der Palast des Sultans von Brunei ist übrigens der größte der Welt. Dort gibt es allein 273 Badezimmer (immer noch zu wenig um an jedem Tag des Jahres ein anderes Klo zu benutzen... ) und über 2000 Räume.
Und weil der amtierende Sultan bald abdankt und die Geschäfte an seinen Sohn weiter gibt, baut er sich schnell noch ein kleines Häuschen für den Ruhestand:
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Das Highlight der Tour war dann der Abstecher in die Mangrovenwälder, die von Nasenaffen bewohnt wird. Diese Affenart ist vom Aussterben bedroht, aber zum Glück nicht allzu scheu, sodass wir sie auch zu sehen bekamen
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(Bilder von vorne habe ich nur von anderen bekommen, weshalb ich sie hier nicht hochladen kann. Außerdem sind die Frontansichten meist ohnehin nicht jugendfrei wink )

Aber auch der ein oder andere Leguan (oder Waran??) kam uns vor die Linse
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Auf dem Rückweg machten wir nochmal einen Abstecher ins Watervillage und konnten die beeindruckend bunten und engen Behausungen der Bruneiesen bewundern.
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(Wem fällt etwas auf? - Hinweis: Wir befinden uns auf ca 3 Grad nord, also quasi direkt am Äquator. Dort schweben Satelliten quasi senkrecht über einem... )

Den Tag ließen wir schließlich noch am Strand (ebenfalls noch in Brunei) ausklingen, wo wir die Füße ins Wasser streckten, von Sandflöhen gebissen wurden, und einen spektakulären Sonnenuntergang geboten bekamen (Es lebe die Ölindustrie...)
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Ein klasse Tag, nach dem wir alle das Gefühl hatten nun wirklich viel von Borneo mitbekommen zu haben. Hat sich voll gelohnt.

 

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