23. Mai 2010: Pfingsten

Allen Leserinnen und Lesern ein frohes Pfingsfest!

Warum ich mich in neuseelaendischer Bau-Kultur auskenne, woher ich weiss, wie Stonhenge funktioniert, und was ich an Pfingsten so mache, wird heute beschrieben.

Diese Woche stand ganz im Zeichen vom Gebaeude-survey, den wir Dienstag und Donnerstag im Staedtchen Gerytown in Wairarapa durchgefuerht haben. Gerytown ist ca 2,5 Stunden von Wellington (city) entfernt, und der Zweck unseres Einsatzes war eine Bestandsaufnahme der Gebaeude vor Ort. Wir bekamen kleine Geraete, die eine Karte der Gegend eingespeist hatten, und auf denen wir unsere Beobachtungen speicherten. Wir versuchten also fuer jedes Gebaeude Baujahr, Art des Fundaments, hoehe des Bodens, Art des Daches und der Waende, Schornsteine, und offensichtliche Schaeden zu bestimmen und festzuhalten. Das dient dazu abschaetzen zu koennen, was fuer schaden ein Hochwasser des Flusses, oder ein Erdbeben anrichten koennten.
Eine schoene Abwechslung zur Buero-Arbeit, auch wenn das Wetter eher ungemuetlich war.
Mittwoch waren wir sogar trotz Stau noch rechtzeitig fuer ne Runde Fussball wieder zurueck, und am Donnerstag schaffte Stefan es ohne Probleme zum Flughafen.

Donnerstag Abend war Abschiedsessen fuer meine Mitbewohnerin Susanne, die am Mittwoch schon das Land verlaesst (aber trotzdem erst nach mir in Deutschland ankommt...) Wir waren im Strawberry fair, einem fuer seine Desserts bekannen Restaurant in Downtown Wellington. (Liebe Reisegruppe, das naechste Mal kommt doch bitte ausserhalb der Fastenzeit nach Neuseeland! wink )
Auf dem Weg in die Stadt bot sich eine schoene Gelegenheit nochmal eindrucksvolle Wellington-Bilder zu knipsen:
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Freitag hatte ich dann mal wieder eiennr echt erfolgreichen Arbeitstag, an dem ich einiges geschafft habe. Abends nahm antony mich dann mit raus nach Mahanga Bay, einem kleinen "Aussenposten" von NIWA. Dort stieg dann eine laengere Tischtennis-Session, die viel Spass machte. Ausserdem wurde ich verpfilchtet nochmal wieder zu kommen (wenn ich das naechste mal in Wellington bin), damit ein paar Re-matches ausgetragen werden koenne. - Vatter wir muessen unbedingt ueben, wenn du wieder fit bist!

Samstag hatten wir dann endlich mal wieder vernuenftiges (trockenes) Wetter, was in meiebnr WG erstmal einen heissen Kampf um die Waschmaschine ausloeste. Wir konnten uns zum Glueck einigen, aber ich habe beschlossen vielleicht doch nach nem Trockner zu gucken, wenn ich wieder zu Hause bin... So lange regnerische Perioden sind uns zwar im guten alten Europa voellig unbekannt, aber... naja.

Mittags stieg ich dann wieder in mein treues Auto, dass wohl Mitte der Woche den Besitzer wechseln wird, und fuhr wieder Richtung Wairarapa. Eine schoene Gegend mit vielen Wanderwegen, in die ich es in drei Monaten nicht geschafft habe - ausser diese Woche fuer den survey, und nun zusammen mit Antony zum Stonehenge Aotearoa.
Die >>Phoenix Astronomical Society hat in Wairarapa ein Observatorium gebaut, nach uralter Vorlage. Allerdings ist das Stonehenge in Neuseeland ein voll funktionsfaehiges, nicht einfach dem englischen Stonehenge nachgebautes Observatorium, das alle wichtigen Ereignisse des suedlichen Nachthimmels festhaelt.
Ich machte eine Tour mit, in der ich lernte, wie die Tore und Pfeiler um den inneren Kreis herum funktionieren, wie sie die Sonnwend-Punkte markieren, und auf das Erscheinen wichtiger Sternformationen hinweisen. Ausserdem weiss ich nun, was es mit dem "age of aquarius" auf sich hat, und dass ich Jahrelang das falsche Horoskop gelesen habe. Kein Wunder, dass das nie gestimmt hat...
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Die ganze Anlage. Auf dem oberen Steinring wurden im englischen Stonehenge die Positionen der Sonne, oder der beobachteten Sternformationen markiert, um ihre Bewegungen ueber den Himmel verfolgen zu koennen.
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In der Mitte der Struktur steht ein Obelisk, mit dessen Hilfe der "south celestial pole" (ich habe keine Uebersetzung finden koennen) gefunden werden kann. Das ist der Punkt, um den der Himmel zu rotieren scheint, und der in der Nordhemisphaere durch den Polarstern gekennzeichnet ist.
Der Schatten des Obelisks wandert ueber eine Tafel auf dem Boden, auf der man ablesen kann, in welchem Sternzeichen man sich gerade befindet, und in welcher Jahreszeit.
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Unsere Fuehrerin erzaehlte einige der Bedeutungen der Sternbilder, und warum manche davon gar nicht aussehen, wie ihre Namen andeuten. Sie erklaerte auch die Zeiten der christlichen Feiertage, die in engem Zusammenhang mit den Jahreszeiten stehen (was fuer mich nicht neu war, aber wohl immer wieder fuer Aufregung bei den Touren sorgt...).

Der Pfingstsonntag begann dann mit einem (katholischen) Gottesdienst, in dessen Anschluss noch eine Taufe stattfand. Sehr passend fuer mich, da ich selbst ja an Pfingsten getauft wurde, und so noch einmal ganz speziell daran erinnert wurde. Nach dem Gottesdienst gings zum Mittagessen - wieder bei Antony und Joanna- und heute Abend steht wieder Handballtraining auf dem Programm.

Ein wunderbares vorletztes Wochenende in Neuseeland, an dem ich - besonders im Gottesdienst - oefters festgestellt habe, dass ich mich langsam doch arg drauf freue "meine Leute" in Deutschland bald schon wieder zu sehen! Ausserdem habe ich mir fest vorgenommen gleich mit dem Sparen anzufangen, damit ich bald wieder zurueck nach Neuseeland kommen kann (und dann fliege ich ueber Amerika - versprochen, Sarah) !

 

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Hallo, liebe Mareike, Hurra!!!!...Ich bin wohl der erste Pfingsleser und Kommentator. Was Du noch alles zum Abschluss machst. Es sieht ganz so aus, dass Du zu all Deinen Erlebnissen noch ein Sahnehäubchen obendrauf setzen willst. Jedenfalls danke für die Pfingstbotschaft, um mal in kirchlichem Sinn zu schreiben. Gruß vom Michel

 
 

Hey Mary, melde mich gerne schonmal für die nächste session der adw-journeys an, gerne außerhalb der Fastenzeit! Hab ja gerade unfreiwillig 4 kg abgenommen. Mit dem Tischtennistraining wirds schwierig, freue mich aber sehr, dass Du Dich an unsere verbissenen wilden Siele-Abende im Tischtenniskeller erinnerst! Und nfreue mich aufs Wiedersehen! Vadder

 
 

Liebe Mareike, da guckt man mal einen Tag aus Zeitmangel nicht in Deinen Blog, da hast Du schon wieder so interessante Sachen und tolle Bilder drin, daß man nur staunen kann! Angefangen mit Euren Gebäudeuntersuchungen, bei deren Schilderung ich zunächst dachte, nanu, was hat dies jetzt mit Deinem Spezialgebiet zu tun und schwupps kommt die Antwort: Hochwasser und Erdbeben!! Na bitte! Und was sind die Bilder wieder schööööön! Danke für dies alles und Dir noch eine gute letzte Zeit und laß Dir den Abschied nicht sooo schwer werden, Du sparst in Gedanken ja schon fürs Wiederkommen! Herzlichst Waltraut (Und die Reisegruppe ist ja auch wieder "vereint" und hat bald ihre Reiseleiterin wieder dabei!)

 
 

Ich freu mich auch sehr auf dich! Und sehr löblich, dass du in einem katholischen Gottesdienst warst wink Übrigens heißt das Teil, das du nicht übersetzen konntest, so weit ich weiß, Himmels-Südpol. Total unspektakulär. Liebe Grüße aus dem momentan sommerlichen Schwelm smile Silke

 
 

Wie TOOOLLLLL! Ich bin völlig begeistert von deinem Beric ht und deinen Fotos und den Erklärungen von "klein-Stonehenge" wink Irgendwie wusste ioch das zwar so ungefähr, aber bei dir klingts so richtig leicht nachvollziehbar. Schön! Ach, ich freu mich auf dich! ..obwohl ich auch die Berichte vermissen werde.. wink

 
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