22. September 2014: In the jungle, the mighty jungle…

Ausflug zum Dschungel und Wasserfällen im Norden von Manaus. Ein richtiger Ferientag, aber Erholung war auch bitter nötig...
Nach viel Arbeit an FLugtagen und so genannten "ground days", an denen man (endlich) mal in Ruhe im Hangar an seinen Geräten arbeiten konnte oder Daten auswerten, hatten wir auch mal wieder einen day off. Ist ja auch gesetzlich vorgeschrieben.

Ein paar von uns nahmen die Gelegenheit wahr, und schlossen uns einer Tour an, die Kollegin Anja im Zuge ihres privaten Urlaubs gebucht hatte. Wir besuchten die Wasserfälle nördlich von Manaus. Dort gibt es jede Menge davon, natürlich jetzt nach der Regenzeit nicht ganz so spektakulär, wie sonst, aber immer noch sehenswert.

Unsere Gruppe bestand aus 7 DoktorandINNen, einer weiteren Touristin und einem indischen Pärchen, die morgens an unserem Hotel ins Auto stiegen.
Die Stimmung war von Anfang an gut, weil sich eine Gruppe gefunden hatte, die gut miteinander aus kam, und die keine Mitglieder der Kampagnenleitung, oder Profs beinhaltete.

Unsere Reiseführerin Christina war auch gut drauf, und so freuten sich alle auf einen tollen Tag im Dschungel.

Die Fahrt nach Norden dauerte eineinhalb Stunden, in denen wir Elisa, die ja gar nicht wissen konnte, worauf sie sich eingelassen hatte, als sie die Tour buchte, alles über unsere Kampagne und unsere Arbeit erzählten. Highlight des Ganzen war die Vorbeifahrt am Flughafen, bei der man die Heckflosse unseres HALO sehen konnte, woraufhin der ganze Bus Hysterisch kreischte. (Kampagnen hinterlassen Spuren...)

Schließlich erreichten wir unseren ersten Stopp, der mit einer 2-stündigen Wanderung durch den Dschungel mit Besuch in einer Höhle angekündigt war.
Christina erklärte jede Menge, und es gab viel zu bestaunen:
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Diese Blüte diente als Vorlage für den Film "Avatar". Sie blüht nach der Regenzeit, und fällt dann ab, und dient Vögeln als Nahrung. Steigt das Wasser des Amazonas wieder, ist durch sie auch genug Nahrung für die Fische da.

Christina erklärte uns, woran man Lianen erkennt, die Wasser speichern, demonstrierte das Ganze aber nicht, um zu verhindern, dass entlang der Wege, die wir nahmen, bald keine dieser Lianen mehr vorhanden sein würden.
Es gab auch eine Treppenliane zu bestaunen:
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Schließlich fanden wir sogar einen laufenden Baum. Ja, ganz recht. Es gibt Bäume, die durch den Wald laufen! Die haben Wurzeln, die sehr weit oben ansetzen, und zur Seite weg wachsen. Alte Wurzeln sterben dann ab, und so bewegt sich der Baum im Laufe seines Lebens ca 2.5m durch den Wald.
Auch diese Bäume waren Vorlagen für einen Kinohit: Die Baumwarte aus Herr der Ringe:
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Von dem Wildleben waren wir insgesamt alle ein bisschen enttäuscht. Nicht nur ich, die ich ja schon den Regenwald von Borneo kenne, sondern auch die Jungs, die zum ersten Mal
in so einem Wald unterwegs war. Aber ganz tot ist so ein Regenwald natürlich nicht.
Zum Beispiel findet man hier Baby-Vogelspinnen:
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Wir gingen immer tiefer in den Wald hinein, vorbei an wehrhaften Palmen.
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Schließlich erreichten wir eine Höhle, in die wir hinein gehen konnten. Da in der Höhle ein wenig Wasser stand, machten wir das barfuß.
Drinnen gab es spektakuläre Formationen des vom Wasser geformten Sandsteins zu bewundern.
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Außerdem war die Höhle natürlich von Fledermäusen bewohnt.
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Schließlich ging es entlang der Außenseite der Höhle weiter.
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Da auch hier Wasser stand, liefen alle barfuß weiter. Nur mir waren die Steine zu spitz, und so zog ich meine Wanderschuhe wieder an, und nahm in Kauf, dass sie bereits nach 5 Minuten voller Wasser standen. Eigentlich ganz angenehm, weil schön kühl!
Die Jungs waren mutiger, als ich, und zogen für den ganzen Rest des Wegs ihre Schuhe nicht mehr an.
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Auf dem Weg machten wir eine weitere spektakuläre Wild-life-Entdeckung: eine kleine Schildkröte, von der vor allem unsere Reiseführerin Christina total aus dem Häuschen war.
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Schließlich erreichten wir eine zweite Höhle, in der wir eine Pause einlegten.
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Die anderen genossen das Wasser, fingen kleine Fische, und hatten eine ganze Stunde lang richtig viel Spaß. ich zog mich einwenig zurück, und genoss einfach die Landschaft, und sog das Dschungel-ambiente in mich auf.
Auch hier kam uns wieder das ein oder andere Tier besuchen.
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Schließlich erreichten wir nach 4 Stunden (!) wieder unseren Bus, und fuhren zu einem sehr späten Mittagessen. Es spricht für unsere Gruppe und die Reiseführerin, dass wir einfach so lange alles mitmachten, wie es Spaß machte.

Und der wurde nach dem Essen noch größer!

Das Highlight der Tour war nämlich der Besuch der "Sanctuary Waterfalls", bei denen es auch Gelegnheit zum Schwimmen gab.
Trotz des niedrigen Wasserstandes, waren die Wasserfälle echt sehenswert.
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Unter den Fällen gab es einen Steg, der ca 2.5 m über dem Wasser gebaut war, und damit hatten wir dann sehr viel Spaß. Die Brasilianer, die schon da waren, trauten sich wohl nicht, bis wir kamen.
Wir hatten irre Spaß mit möglichst lustigen Sprung-Haltungen, die wir versuchten auf Kameras festzuhalten. Wir gingen erst, als wir mussten, da der Wasserfall auf einem Privatgelände lag.

Auf dem Rückweg machten wir noch Bekanntschaft mit der brasilianischen Straßenpolizei, was uns nochmal 45min kostete, bis unser Fahrer seine Papiere wieder zurück hatte.

Schließlich erreichten wir müde aber happy das Hotel, und fielen direkt in unsere Betten, da am nächsten Tag ein früher Flug uf dem Programm stand.

Ein Ferientag im Kampagnenstress, der wichtig war, um den Rest überstehen zu können. Davon dann mehr in den nächsten Einträgen.

 

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Ich wär da auch nicht barfuß gegangen, igitt! Schon wegen der Vogelspinnen. Aber schon irgendwie toll!

 
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