20. November 2011: Niah Nationalpark

Mein erster freier Tag in Miri. Natürlich nutze ich die Chance um mir Borneo etwas näher anzusehen. Und das zusammen mit meiner Arbeitsgruppenkollegin Katja, sowie ein paar anderen Kampagnenteilnehmern. Ein unheimlich warmer Tag mit tollen Eindrücken vom Regenwald.
Eigentlich hatte ich schon nicht mehr damit gerechnet, aber tatsächlich ist es noch passiert: Ein Flug-freier Tag, an dem Katja und ich tatsächlich mal aus Miri raus kommen. Wir lassen uns nicht zweimal bitten und schließen uns zusammen mit Markus den DLR-Technikern an, die zu den Niah Höhlen fahren. Diese Höhlen liegen im Niah Nationalpark ca 100 km von Miri entfernt im Inneren der Insel.
Unterwegs gab es schon ein paar Eindrücke, wie hier rund um Miri "Gegend" so aussieht. Es gibt viel Grün, aber das leider häufig eher unökologisch: Malaysia ist bekannt für seine vielen Palmenplantagen zur Herstellung von Palmöl. Für einen ersten Tropeneindruck zwar toll, aber für die Umwelt leider nicht.
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Schließlich erreichten wir den Eingang des Nationalparks, der spannende Regenwalderlebnisse versprach.
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Der Weg zu den Höhlen schlängelte sich 3 Kilometer lang durch den Regenwald, wo es Bäume, Sträucher und Tiere zu bestaunen gab.
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Bei diesem possierlichen Tierchen handelt es sich übrigens um einen Tausendfüßer (zu erkennen an den zwei Beinpaaren pro Körpersegment), wegen der dezent-roten Signalfarbe haben wir uns trotzdem geeinigt, das Anfassen wohl keine gute Idee ist. Blöd nur, dass diese Würmchen ständig auf den Geländern saßen.

Das eigentliche Highlight der Tour waren aber dann die Höhlen, riesige Gebilde, durch die man hindurchgehen konnte.
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In der Höhle habe ich nicht fotografiert, da mein Blitz einfach keine Chance hatte. Es war trotzdem spektakulär, denn es gibt immer wieder Durchbrüche nach oben, was tolle Lichtspiele zulässt.
Der Geruch im Innern war ebenfalls gewöhnungsbedürftig, da die Höhlendecken von Fledermäusen und Schwalben bevölkert sind. Die Schwalbennester sind übrigens essbar und gelten in Malaysia als Delikatesse. Daher stehen überall in der Höhle Gerüste, damit die Nester von den Höhlendecken geerntet werden können.
Eine Besonderheit der Höhlen ist ihre Geschichte: Am Eingang einer etwas weiter hinten gelegene Höhle wurde ein 2.600 Jahre altes Menschenskelett gefunden. In der daneben liegenden Höhle selbst gibt es heute noch Höhlenmalereien aus dieser Zeit zu beobachten. Die Jungs haben sich das im Original angeschaut, Katja und ich waren allerdings vom Wetter völlig geschafft und haben während des Abstechers der Jungs eine Pause eingelegt. Die mAlerei konnte man schließlich auch in der Nachbildung im Museum anschauen.

Ich war doch froh nachher wieder die Sonne und das satte Grün des Regenwaldes wieder zu haben.
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Allerdings kam mit der Sonne auch wieder die Hitze. So viel habe ich wohl selbst in meinem anstrengendsden Sport-Erlebnis nicht geschwitzt. Man ist in diesem Wetter immer froh in Bewegung zu sein, damit der "Fahrtwind" etwas Kühlung verschafft. Stehen bleiben heißt dann immer Schweißausbrüche.
Wer selbst mal in den Tropen war, oder plant dorthin zu gehen sollte wissen: Nach Dschungel-Ausflügen immer Zeit zum Duschen einplanen!

Auf dem Rückweg (pünktlich zum 5h-Meeting in Miri - ganz freie Tage waren halt doch (noch) nicht drin- ) hielt ich dann auch noch fest, wie man in Miri eigentlich so wohnt. Sehr bunt, aber irgendwie provisorisch. Passt aber zu den Tropen, finde ich.
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Da ich diesen Eintrag erst nach meiner Reise schreibe weiß ich, dass noch tolle Borneo-Eindrücke folgen werden. Aber auch ohne hatte ich schon jetzt das Gefühl auch endlich richtig was von Borneo gesehen zu haben, und das Gefühl in den Tropen gewesen zu sein stellte sich ein. grin

 

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Hallo, Mareike, wie passt das zusammen? Du bist doch schon hier und die Nachricht kommt von dort?? Wunder der Nachrichtentechnik!- Besten dank für die Teilhabe an Deinen Abenteuern. Gruß nach Rheinbach vom Michel

 
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