16.06.2014: “Deepwave” Messkampagne in Neuseeland

Ich habs ja lange nicht wirklich geglaubt, aber es ist doch so gekommen: ich durfte mit zur Deepwave Messkampagne nach Neuseeland! Auf Kosten meines Arbeitgebers. Nach Christchurch. Mit Außenposten in Lauder! Klar, ich bin zum Arbeiten hier - aber die kann man immer mit Vergnügen verbinden. Zum Beispiel das vergnügen alte Bekannte wieder zu sehen
Am 06.06. ging es los. Ich stieg mit zwei Kollegen vom DLR in einen A380, der uns nach Dubai flog. Der Flug war recht unruhig, was daran lag, dass erstaunlich viele kleine Kinder an Bord waren. Trotzdem ist ein Erlebnis mit dem A380 zu fliegen. Er schein kaum zu beschleunigen, und auch das Abheben bekommt man nicht wirklich mit.

Wir landeten etwas angemüdet in Dubai, wo wir 3 Stunden Wartezeit mit Kaffee und stöbern in den (wenigen, überteuerten) Flughafenshops totschlugen. Dann ging es in den nächsten Flieger, der uns in 14 Stunden nach Sydney fliegen sollte. Mit 45min verspätung hoben wir tatsächlich ab. Allerdings hielt die Freude nicht lange, ein medizinischer Notfall zwang uns zur Umkehr nach 1,5 Stunden. Wegen des hohen Gewichts, den der Sprit verursacht, waren wir zu schwer zum Landen, sodass der Sprit abgelassen werden musste. Ein ziemlich spektakulärer Anblick ( >> hier dokumentiert von meinen Kollegen << ). Wir durften zum wieder auftanken das Flugzeug nicht verlassen, und waren so am Ende 19h im gleichen Flugzeug. Ziemlich lang. Entsprechend platt warteten wir in Sydney auf unseren verspäteten Anschluss nach Christchurch, der und kurz nach Mittag die Einreise nach Neuseeland ermöglichte.

Wir fielen im Ferienhaus nur noch in unsere Betten, bevor wir am nächsten Tag am Flughafen bei unseren Amerikanischen Kollegen vorbei schauten.

Der Arbeitsalltag hatte uns schnell im Griff, und so schafften wir es - auch dank wirklich miesen Wetters - nur einmal raus. Wir schauten in New Brighton vorbei, wo wir ein wenig Pazifik-Luft schnupperten.
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Nach einem weiteren Tag arbeit und vielen Blicken auf die Vorhersagen, beschlossen wir, dass wir gerne von Lauder aus eine Serie Wetterballon starten wollten. Allerdings war das Vorhersageteam noch nicht da. Damit stand fest, dass ich meine alte neuseeland-Heimat wiedersehen würde!

Wir schnappten uns noch zwei amerikanische Studenten, die uns bei den Aufstiegen helfen sollten (Geplant war 24h lang alle 3 Stunden ein Aufstieg - das geht nur im Schichtbetrieb!), und fuhren Freitag morgen richtung Süden.

Mit dabei waren 5 große Kisten mit allem Equipment, das wir noch am Tag vorher aus dem Übersee-Container "befreien" konnten. Da es auf den Pässen Neuschnee hatte, entschieden wir uns am Meer entlang zu fahren.

Das bescherte uns einen sonnigen Mittags-Stop in Timaru, mit Meerblick, und eine feucht-fröhliche Pause an den Moreaki Boulders, die wir bei Flut besichtigten.
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Wir schafften es trockenen Fußes zurück ins Auto, und fuhren bei schwindendem Tageslicht ins Landesinnere
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Wir sahen uns noch auf der NIWA-Station um, und ich sprang nochmal ins Auto, um mich mit Karin und Steffi zu treffen, die ich von vor 4 Jahren kenne. Wir hatten einen sehr schönen Abend, und brachten uns gegenseitig auf den neuesten Stand. Für mich fühlte sich alles seltsam vertraut an, und ich hatte das gefühl, ich könnte auch gut noch 3 Monate oder so da bleiben.

Samstag Morgen fingen wir dann um 5h mit den Ballon-Aufstiegen an. Es dauert ungefähr 20 Minuten, bis der Ballon aufgeblasen, und die Sonde kalibriert ist, danach geht es los.image (Image taken by Sonja)

Ist der Ballon unterwegs, schaut man sich die Daten an, ob er auch hoch genug kommt, dann hat man 1,5 Stunden frei, bis wieder der nächste Aufstieg vorbereitet wird. Das hält einen gut beschäftigt! Ich übernahm dann nachmittags zusammen mit Azusa die erste Schicht, und wir konnten schon um 10 ins Bett, während Neal und Sonja die Nachtschicht übernahmen. Um 5h morgens schaute ich mal vorbei, und half noch beim letzten Aufstieg, der wie alle vorigen gut lief.

Danach warteten wir auf die Ankunft unseres eigentlichen Radiosonden-Teams, das am Samstag in Christchurch gelandet war, und Sonntag nach Lauder kam.
Ein paar von uns nutzen die freie Zeit für einen Spaziergang auf dem Otago Central Railtrail, auf dem ich vor 4 Jahren an einem Rennen teilgenommen hatte. Wir bekamen schöne Eindrücke der Landschaft.

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Nach einem weiteren schönen Sonnenuntergang fielen wir mit allen Mann/Frau im Lauder Pub ein.
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Wir starteten einen letzten ballon, als Übung für das neue Team, und verbrachten eine Nacht zu 7 in dem Hostel, in dem ich 3 der 4 Monate in Lauder gewohnt hatte. Ich war wirklich irgendwie "nach Hause" gekommen.

Montag brachenw ir dann gleich nach dem Frühstück wieder auf, um zurück nach Christchurch zu fahren - diesmal mit leerem Auto und anderer Routenplanung. Wir fuhren über den Lindis Pass zu den Seen imLandesinneren.

Der Weg führte über den Clyde-Damm...
image(Image taken by Azusa)

... zum Lindis-Pass ...
image(Image taken by Sonja)

wo das schlechte Wetter ineen Höhepunkt erreichte.

Ich war ziemlich enttäuscht, dass wir die Berge wohl nicht zu Gesicht bekommen würden.
Die 1,5 Stunden bis zu Lake Pukaki waren ziemlich eintönig, mit langen, geraden Straßen und viel Nebel.

Trotzdem war der Blick auf den türkisen See immernoch spektakulär. Noch spektakulärer wurde es aber am Lake Tekapo, wo der Himmel aufriss, und sogar die Sonne raus kam! Nach einem scharfen Curry zu Mittag, schauten wir an der good shephered church vorbei, wo sich uns der miner Meinung nach schönste Ausblick des Tages bot.
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Auf dem heiweg wurden wir noch durch ein Haus aufgehalten, dass uns auf dem Highway entgegenkam. Wirklich. Echt!
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Wir kamen Abends wieder gut in Christchurch an, wo ich jetzt grade, um 1:47h mitten in der Nacht am Flughafen sitze, und Qualitätskontrolle für Daten aus dem Flugzeug mache, das noch ungefähr eine Stunde weiter fliegen wird.

Sonntag fliege ich nach Wellington, wo ich wieder ein paar alte Bekannte treffe, und dann noch ein paar Tage Urlaub dranhänge, bevor es nach Deutschland zurück geht. Dann kommt auch wieder ein Update!

 

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hallo, liebe Mareike, besten Dank für die Nachricht. Ich kanns kaum glauben, dabei sein zu dürfen. Bleib 'g'sund. Gruß vom MIchel

 
 

Das sind Bilder, die uns von unserem gemeinsamen Neuseeland-Abenteuer träumen lassen. Pure Erholung nach stressigem Tag in Frankfurt. Geniess die Stunden in NZ, es sind Glücksmomente des Lebens! Vadder

 
 

Eigentlich könnten wir ja nachts (bzw. dann ist ja bei dir Tag) telefonieren. Hehe, mess du mal schön weiter. Und mit nem flachen Sportwagen könntest du auch unter dem Haus herfahren. smile LG aus 4:0-Schlaaaaand!

 
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