14 September 2014: Day-off

Auch Wissenschaftler brauchen mal einen freien Tag. Einige von uns haben sich zusammen getan, und an unserem ersten freien Tag in Brasilien eine Bootsfahrt unternommen. Dabei gabs viele spannende Stationen:
Wir trafen uns mit 16 Leuten um 9 in der Hotel-Lobby, wo uns unser Reiseführer für den Tag abholte. Es ging 50 bis zum Wasser und zum Landungssteg, wo wir in ein Speedboat stiegen, mit dem wir den ganzen Tag über den Rio negro flitzen würden.
image(Dahin ging's hinaus)

Zunächst fuhren wir Stromaufwärts, und kamen nach ca 30 min Fahrt an einem Indianer-Dorf an, wo wir uns ein traditionelles Haus und natürlich die obligatorische Tanz-Darbietung anschauen durften. Besonders viel Freude hatten die drei glücklichen, die am Schluss nicht mittanzen mussten. (Ich gehörte nicht dazu...)
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Da uns auch ein kleines Bisschen über die Traditionen der Stämme erzählt wurde fand ich den Zwischenstopp aber gar nicht so tragisch.

Schließlich ging es weiter mit unserem Boot. Wir freuten uns über die Geschwindigkeit, denn mit dem Fahrtwind ließ sich die sengende Hitze einigermaßen aushalten.

Beim nächsten Zwischenstopp wurde es richtig interessant: Wir hatten die Möglichkeit in den Fluss zu hüpfen, und mit den letzten noch lebenden Exemplaren von Flussdelfinen zu schwimmen!
Da mir tiefes, undurchsichtiges Wasser suspekt ist, blieb ich draußen, und fotografierte die anderen beim Schwimmen.
Wir bekamen richtig was geboten, denn die Tiere, die an dieser Stelle des Flusses leben, wissen genau, dass sie was zu essen bekommen, wenn die Touristen kommen, und sind Menschen gewöhnt. So sind sie den Schwimmern richtig nahe gekommen.
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Nach diesem Stopp fuhren wir etwas länger zu unserem Mittagessens-Stopp. Es ging wieder flussabwärts, vorbei an der Skyline von Manaus...
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...und in einen Nebenarm durch dichten Wald.
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Hier kamen wir an ein paar schwimmenden Häusern vorbei, an denen man sehen konnte, dass der Fluss schon deutlich Wasser verloren hat, seit der Regenzeit. (Der Fußball-Platz war allerdings immer noch halb überschwemmt.)
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Wir hielten an einem schwimmenden Restaurant, dass in der Trockenzeit am Haupt Arm des Rio Negro liegt, und genossen ein volles, und sehr leckeres Mittagsbuffet.
Danach konnten wir die Rest von bereits verblühten Riesen-Seerosen "bewundern". Viel mehr Aufmerksamkeit erzeugten die drei kleinen Fledermäuse, die an dem besichtigungs-Steg abhingen:
image(Fledermäuse)
image(Fledermausfotografen)

Nach diesem Stop stand ein weiteres Highlight der Tour an: Das "meeting of the waters". Es ist nämlich so, dass Manaus streng genommen nicht am Amazonas liegt, sondern am Rio Negro. Der entspringt im Bergland von Guyana, und mündet bei Manaus in den Amazonas (der hier eigentlich noch Rio Solimoes heißt).
Man sieht die Mündung sehr deutlich, da der Amazonas anderes Wasser führt, als der Rio Negro, der seinen Namen von dem Moorwasser hat, das den Fluss bräunlich-schwarz verfärbt. der Rio Solimoes ist viel heller, und auch einige Grad kälter, als der Rio Negro, was wir bei der Bootsfahrt auch erfühlen konnten.
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Als jeder mal im Boot nach vorne gedurft hatte, um seine Fotos zu machen, begaben wir uns schließlich auf den Heimweg, wobei noch einmal Manaus aus der Nähe sehen konnten, und unser Hotel aus einer etwas anderen Perspektive bestaunen konnten.
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(Sieht von außen schöner aus, als von Innen - ist aber trotzdem schön hier!)

Nach 6.5h bootsfahrt waren wir alle erledigt, und ruhten uns nur noch im Pool und den Hotelbetten aus. Es war ein voller, und toller Tag. Mal sehen, ob der nächste freie Tag vom Programm her mithalten kann!

 

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Ich glaub, ich wäre auch nicht zu den Delphinen in den Fluss gegangen. Das Ganze hört sich an, als ob Du auf Kreuzfahrt wärst und nicht bei der Arbeit:-)

 
 

Der Eindruck ist ziemlich falsch. Von 14 Tagen vor Ort waren 2 frei. Nächster freier Tag: Montag. Dazwischen: S-T-R-E-Doppel-S. Gut, dass es da solche Erholungspausen gibt.

 
 

Hallo Mareike, ich bin fasziniert von Deinen Arbeitsfotos! Vor allem, von den Wolkenformationen! Aber nicht für alles Geld der Welt würde ich mitfliegen wollen. Doch toll sieht es aus. Wundervoll der Regenbogen! ich bin auf weitere Berichte und Fotos gespannt. Liebe Grüße!

 
 

Mareike, unser neues Tanzmariechen im Indianerdorf. Wer kann das schon von sich behaupten? Toll!

 
 

Hallo Mareike, offensichtlich habt ihr richtig viel zu tun, vermisse Deine Nachrichten aus der großen weiten Welt. Ich hoffe mal, bei Dir/Euch ist alles im grünen Bereich und freust Dich schon auf Gilching (grins). Ich freu mich jedenfalls auf Dich. Lieb Grüße von Andrea

 
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