12. September 2013: Horton Plains NP / Haputale

Abenteuerurlaub im Regen, mit versöhnlichem, ungeplantem neuen Reiseverlauf.

Nach einem mäßigen Abendessen und einer ziemlich verfrorenen Nacht, standen wir früh auf, um eiens meiner persönlichen Highlights der Reise zu besuchen: Den Horton Plains Nationalpark. Dort gibt es das "World's end" zu besichtigen, ein dramatisches Felskliff, über das man hunderte Kilometer weit über die Ebene richtung Meer gucken kann.
Laut Reiseführer ist das Wetter immer ein unsicherer Faktor, und es wird empfohlen möglichst früh da zu sein, bevor alles zu zieht.
Wir standen also in aller Herrgottsfrühe gestiefelt und gespornt an der Rezeption unseres Hotel in Nuwara Eliya, um dort von einem privaten Fahrer abgeholt zu werden. Wir waren uns einig gewesen, dass das der bequemste Weg zu reisen sein würde, zumal wir nach dem Nationalpark nach Haputale wollten, wo wir am nächsten Tag richtung Ranna fahren wollten.

Das Wetter konnten wir leider nicht beeinflussen, und so begrüßte es uns am nächsten Morgen genauso, wie am vortag: Kalt, grau, bäh.
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Wir beschlossen trotzdem zum Nationalpark zu fahren, wir hatten Fahrer ja für einen halben Tag gebucht, und wollten das ausnutzen. Und die Fahrt entpuppte sich als Fitness-Programm:
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Nachdem wir die steilen, nassen, engen Bergstraßen zum Nationalpark überwunden hatten, offenbarten sich uns zwei Dinge: 1) Wir waren am falschen Ende für das World's end - um dort hin zu gelangen müssten wir Eintritt in den Park bezahlen und nochmal 45 min fahren. 2) es gab NIX zu sehen:
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Ich war ziemlcih enttäuscht, aber die anschließende Fahrt nach Haputale brachte die Stimmung bald wieder hoch. Unser Fahrer fuhr über viele Nebenstraßen, sodass wir uns öfter mal fragten, wo wir wohl ankommen würden. Aber es lohnte sich, weil wir das bergland von Sri Lanka ganz ausführlich betrachten konnten:

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Teepfückerinnen bei der Arbeit

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Gemüsefelder

Wir genossen die abwechslungsreichen Landschaften, und das Gefühl, dass es wieder wärmer wurde. Die eine Nacht im Geburge hatte uns wirklich geschafft.
Schließlich erreichten wir das kleine Örtchen Haputale, und checkten in ein einfaches, erstaunlich günstiges, aber gemütliches Hostel ein.

Nach einer kurzen Ruhepause, beschlossen wir die Stadt und die Umgebung näher zu erkunden. Als wir erstmal unterwegs waren fragten wir uns schließlich, warum wir eigentlich nicht gleicht nach Haputale gefahren waren, und uns die kalte Nacht gespart haben. Hinterher ist man immer schlauer.

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Haputale

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Ausblick in Haputale

Schließlich quetschten wir uns in einen kleinen Bus, und fuhren noch zur Lipton Teefabrik. Lipton war einer der ersten Tee-Barone in Sri Lanka. Heute ist er vor allem für klebrigen, >>>Kackerlaken-anziehnden Eistee bekannt.
Hier sollte es auch eine Art kleiens "World's end" geben, dass wir - falls das Wetter mitspielte - zu Fuß erkunden wollten. Das Wetter spielte aber nicht mit. Daher beschlossen wir, noch einmal in die Teefabrik zu gehen, und eine weitere Führung mitzuachen. Das stellte sich als Volltreffer heraus!
Unsere erste Teefabrik-Besichtigung war ja eher kurz ausgefallen, und wir konnten dort die Maschinen und alles eher von Ferne betrachten. Hier war das ganz anders! Wir durften überall nah ran, sogar den frischen Tee anfassen, es war viel Zeit für Fragen, und wir freuten uns über unsere Entscheidung. Außerdem verwende ich seitdem wirklich immer sprudelndes Wasser zum Tee aufgießen. Wenn man einmal gesehen wird, wie's gemacht wird...
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Die Lipton Teefabrik


Schließlich aßen wir in unserer Unterkunft noch lecker Curry und fielen wieder mit der Bergregion versöhnt ins Bett. Am nächsten Tag stand wieder eine Busfahrt auf dem Programm, der wir nach unserer Übung etwas gelassener entgegen sahen - zumal wir jetzt wussten, dass man zwischendurch auch Toilettenstops erfragen kann...

Der Szenenwechsel mit Strand und Elefanten-nationalpark verprach noch viele spannende Urlaubstage.

 

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Das ist schon so lange her, dass Du das alles erzählt hast; wie schön, es jetzt in aller Ruhe noch mal nacherleben zu können!

 
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