11. September 2013: Nuwara Eliya

Wer uns beneidet, dass wir während des beginnenden Herbstes in Deutschland ins Tropische Sri Lanka flüchten konnten solte noch 2 Tage warten. Heute sind wir erstmal in richtiges Siffwetter gekommen. Das aber in einer wunderschönen Umgebung!



Morgens um 8 holte uns ein Tuktuk in unserer Unterkunft in Kandy ab. Wir hatten uns dort sehr wohl gefühlt, auch wenn es in Kandy viel geregnet und schlechte Luft hatte. Aber wir waren aufgeregt, und einbisschen nervös, denn heute ging es mit dem Zug weiter. Wir hatten in der 2. Klasse Sitzplätze reserviert, und warteten gespannt am Bahnhof auf den Zug.

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Drinnen waren wir überrascht, wie komfortabel alles ist! Also mit unseren ICs kann das durchaus mithalten, denn in den deutsch Zügen gibt es ja auch keine Klimanlage, und sogar weniger Beinfreiheit als hier!

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Die Bahnhofs-Feuerwehr

Der Zug rumpelte in gemütlichem Tempo los in Richtung Hochgebirge. Unterwegs sahen wir wie sich die Landschaft langsam änderte. Zunächst beherrschten noch die typischen Regenwaldbäume und Reisfelder das Bild, später dann kamen immer mehr Teeplantagen in den Blick. Die Fahrt war wunderbar: Jede Menge Zeit zum rausgucken, unterhaltung durch singende Sinhalesen, und im trockenen Zug machte es uns auch nichts, dass es draußen immer wieder regnete.

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Noch kein Tee, aber Reis
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Nach 4 Stunden Zugfahrt kamen wir in Nanu Oya, ca 10km entfernt von Nuwara Eliya an. Dort nahmen wir ein Tuktuk und fuhren zum Hotel. Als erstes stellten wir in unserem Super Deluxe Room die Heizung an. Auf knapp 2000m ist es nämlich - besonders bei diesem Schietwetter - nicht gerade warm. Offizell heißt es zwar 16 Grad, aber das glaube ich nicht. Allerdings kommen wir auch grade aus wärmeren Regionen.

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Nach dem Einchecken beschäftigten wir uns ein wenig mit der Planung für die nächsten Tage. Ursprünglich war ja vorgesehen, dass wir morgen nach einem Besuch im Horton Plains Nationalpark nach Dalhousie fahren, um Freitag morgen den Adam's Peak zu besteigen. Das lohnt sich aber nur, wenn man oben auch klare Sicht hat. Momentan ist es aber nix damit, und so entschieden wir uns schnell und einstimmig dafür diesen Stop zu streichen, und stattdessen schon ein bisschen weiter nach Süden zu fahren. Die Verbindung zum Strand im Süden ist nicht so direkt zu erreichen, daher zahlt es sich bestimmt aus, schon ein bisschen Strecke gut zu machen.

Nachdem die Entscheidung gefällt war, machten wir uns erstmal wieder auf zu ein bisschen Sight-seeing, und besuchten die Labookelie Teefabrik.
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Sie liegt etwas außerhalb, sodass wir erst eine halbe Stunde mit dem Tuktuk fahren mussten. Dort wuden wir dann durch die Produktionsräume geführt und lernten, dass Teepflanzen sehr rentabel sind: Sie können bis zu 60 Jahre alt werden, und wachsen unbeschnitten auf eine Höhe von bis zu 10m. Hier werden sie aber auf Kniehöhe gehalten, und es können alle 5 Wochen die frischen Teeblätter geerntet werden. Die werden dann zu schwarzem oder grünem Tee verarbeitet (Der unterschied ist, dass der schwarze Tee nach dem Mahlen zum fermentieren gelassen wird, während der grüne Tee direkt komplett getrocknet wird). Nach der Führung bekamen wir eine Kostprobe des Tees umsonst, schauten kurz durch den sehr kleinen Shop, und fuhren dann wieder nach Hause.
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Dort lassen wir es uns so richtig gut gehen, und lassen uns das Abendessen aufs Zimmer bringen. Morgen geht es dann schon um 6:30 los in Richtung Horton Plains Nationalpark, wo wir das "World's End" bestaunen werden, und hoffentlich nicht zu sehr nass werden. Die Vorfreude auf den Strand ist heute maximal gestiegen, wir hatten ja auch erst einen richtigen Sonnentag, in Sigiriya.

 

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Jetzt möchte ich aber mal genau wissen, was ein Tuktuk ist; könnte im Chaosverkehr von Bonn ja ne Alternative sein?!

 
 

Tuktuks sind die Taxis hier. Im Prinzip ausgebaute (mit Dach) Mofas, und die zugehoerigen furchtosen Fahrer kann woh nix schrecken. Der Verkehr in Bonn wuerde ihnen vermutlich bloss ein muedes Laecheln abringen. Koennteschon eine Alternative sein! Tina und ich haben ueberlegt, ob wir Tuktuks importieren, a Geschaeftsidee...

 
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