08 September 2013: Sigiriya Rock

Ein erstes Highlight, das mann sogar mit Schuhen besichtigen darf!
Da es die letzten Tage geregnet hatte, hatten wir keine allzu großen Hoffnugen auf einen sonnigen und klaren Tag. Wir beschlossen wie üblich um 7 zu Frühstücken, und zu schauen, was das Wetter so macht.
Als um 6:30 der Wecker klingelte, kitzelten uns schon Sonnenstrahlen aus den Federn. Wir machten uns fertig, aßen leckeres, typisch sinhalesisches Frühstück (Milchreis mit Kokusnuss und Honig), packten Sonnencreme drauf und schwangen uns auf die Fahrräder, die wir vom Hotel leihen konnten. Leider erwischte ich eines, bei dem der Sattel auf Kinderhöhe eingestellt war, und wo ich nur mit der rechten Pedale Druck geben konnte. Das machte aber nichts, denn zum Felsen war es gar nicht weit.

Wir fanden den Weg trotz falsch gezeichneter Karte, kauften unsere Tickets, brachten den Morgentee weg, und betraten das Gelände.

Der 200m hohe Felsen, der sich mitten in der Landschaft aus dem Dschungel erhebt gehört seit den 1980er Jahren zum Weltkulturerbe. Bereits im dritten Jahrhundert vor Christi Geburt fanden dort Buddhistische Mönche Zuflucht. Sie bauten sich Häuser in den Höhlen unter den verstreut liegenden kleineren Felsen. Die Überreste der Klosteranlagen kann man heute noch sehen. Geprägt wurde sein jetziges Aussehen und die Anlage drumherum aber erst im 5. Jahrhundert nach Christus, als ein Sinhalesischer König beschloss dort eine Festung zu bauen. Das Ganze war nötig, da es ein Brüderpaar gab, das sich um die Thronfolge stritt, einer wurde inIndien ins Exil geschickt, während der andere sein Königreich aufbaute. Der eine kam zurück, es gab ene Schlacht, gezank und tote. Wie üblich. Der eine hat übrigens den anderen besiegt, weil dieser andere einen Schlachtelefanten ritt, der keine Lust hatte, und wegrannte, was die Gefolgsleute als Zeichen deuteten, dass sie sich zurückziehen sollten. Der siegreiche Bruder überließ danach den Felsen wieder den Mönchen, die ihn aber 1055 verließen. Erst im späten 19. Jahrhundert wurde er wieder entdeckt und restauriert.

Betritt man die Palastanlagen am Fuße des Felsens, kommt man zuerst durch die Gärten, in denen Wasserspiele und Teiche angelegt waren. Hier bietet sich ein spektakulärer anblick dessen, was vor einem liegt.
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In der Nähe des Fußes der Felsenfestung sieht man dann die Überreste des Klosters
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Die Ruinen sind wieder mal zahlreich vorhanden, man legt beim Durchstreifen aber schon die ersten Höhenmeter zurück.
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Hat man die ersten Steintreppem zum Felsen hinauf erklommen, kann man die Gatenanlagen von oben bewundern:
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Ab hier wird der Aufstieg etwas gewagter.
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Man wird aber mit allerhand sehenswertem belohnt. Zum Beispiel ein Felsvorsprung in den die sog. "Wolkenmädchen" gemalt wurden. Sinn und Zweck der Malerein ist bisher unbekannt.
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Weiter geht es vorbei an der Spiegelwand, die mit einem Mörtel aus Eiweiß, Bienenwachs, Honig und Limonensaft. Hierauf haben zahlreiche Besteiger des Felsens ihre Unterschrift hinterlassen, es ist eine Art hunderte Jahre altes Gästebuch.
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Nach weiteren Eisentreppen erreicht man die Löwenplattform unterm Gipfel. Dort ist ein riesiger Löve in den Stein gehauen, der die letze Treppe nach oben bewacht.
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Geht man die Treppen hoch, kann man ein etwas Schauriges Spektakel beobachten: An der Seite des Felsens sind riesige Hornissennester. Auf der Plattform selbst gibt es Hinweisschilder, die warnen, dass laute Geräusche Hornissenattacken hervorrufen können, und es steht ein Käfig dort, in den sich die Touristen, die das Glück haben noch auf der Plattform zu stehen, flüchten können.
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Schließlich erreicht man den Gipfel des Felsens. Die Oberseite ist ziemlich eben, und wurde von dem einen Königssohn als Baugrund für seinen Palast genutzt. Natürlich steht der nicht mehr, aber die Ruinen sind gut sichtbar. Allein die vorstellung dass tausende von Ziegeln den Berg herauf geschafft werden mussten für den Bau, lässt einen staunen.
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Aber natürlich erlaubt die Höhe auch eine tollen Rundumblick in die Landschaft.
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Wir konnten sogar bis nach Dambulla schauen, wo wir am Tag zuvor die Höhlentempel besucht hatten.
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Ein Ort, der einem den Atem raubt, egal, ob beim Blick in die Ferne, oder zu den Ausschweifenden Ruinen, die den ganzen Felsen bedecken.
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Wir hatten im Vorfeld der besteigung zwei Dinge absolut richtig gemacht: Wir haben die Reise in der Nebensaison geplant, sodass nicht viele Touristen da waren, und wir waren recht früh aufgebrochen, sodass wir vor dem Ansturm der Sinhalesischen Sonntagsausflügler da waren. Trotzdem war es schon sehr voll.
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Wir folgten den anderen bergsteigern wieder hinab und gingen noch ins kleine Museum, das einige Fundstücke aus den Tempelruinen am Fuße des Berges zeigte, und wie wohl die Palastanlage in intaktem Zustand ausgesehen haben muss. Dann fuhren wir wieder Heim. Von unserem Hotel aus, wo wir Sonnenbrand verarzteten, uns im Pool abkühlten, Blog schreiben, Lasen, und den ganzen Nachmittag lang relaxten, konnten wir nochmal zurückschauen auf eines der absoluten Highlights unserer Reise. Ein unglaublich toller Tag!
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da bekommt man ja schon beim Blog-Lesen eine Gänsehaut! Toll!!! (Holla, und ich hab mir Sorgen um unser Hornissennest im Rolladenkasten gemacht wink aber "die tun ja nix" ^^)

 
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