07 September 2013: Mihintale & Dambulla

Ein Transfer-Tag richtung Sigiriya, mit Halt in einem Buddha-Koster und Buddha Tempeln. Das ganze bei viel Regen, aber mit guter Stimmung.

Wir hatten wieder unseren Fahrer Roland, der uns am ersten Tag in Colombo abgeholt hatte, gebucht, und ließen uns ganz luxuriös mit dem Kleinbus fahren. Eine weise Entscheidung: Schon beim Frühstück öffnete der Himmel alle Schleusen und wir bekamen richtigen Tropenregen. Und zwar lange. Wir waren wieder mal froh um unsere Entscheidung und packten alle Sachen ins Auto. Dann ging es ca 30 min richtung Osten, nach Mihintale.

Mihintale ist der Ort, an dem der Legende nach der damals regierende König (wir sprechen von ca 250 v. Chr) auf einen indischen "Buddhismus-Missionar" traf, und bekehrt wurde. Es ist also sozusagen die Geburtstätte des Buddhismus in Sri Lanka. Folglich ist hier natürlich auch ein Buddhistisches Kloster entstanden, dessen Überreste wir uns ansahen. Wir stiegen die ersten paar hundert Stufen hoch, und kamen in den Klosterruinen an. Wieder gab es überreste eines Bades, der Mensa, und man konnte an den mit Ziegeln umrandeten Plateaus erkennen wo die anderen Gebäude gestanden hatten. Zum eigentlichen religiösen Zentrum ging es aber nochmal viele, viele Stufen hoch.
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Oben angekommen durften wir als erstes wieder mal unsere Schuhe abgeben, denn hier waren wir nun bei der Dagoba und der Buddha-Statue angekommen. Es rief natürlich helle Freude hervor, besonders bei dem Wetter. Ein Kindheitstraum: Barfuß durch die Pfützen springen!
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Wir kletterten mutig die nassen, etwas rutschigen Felsstufen zur Buddha-Statue hoch. Dieser Buddha ist etwas ungewöhnlich, weil er zwei typische Haltungen ("meditierend": Hände im Schoß, und "erklärend") verbindet.
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Wir machten einen Zwischenstopp in den neuen Unterkünften der buddhistischen Mönche, die heute wieder in Mihintale leben. Dort gab es eine sehr reich verzierte Reliquienkammer zu bewundern.
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Wir stiegen noch weiter auf zur Haupt-Dagoba ganz auf dem Gipfel, von wo wir in die Richtung zurück schauten, in der wir Anuradhapura vermuteten. Es war nicht zu erkennen. Es ging schließlich wieder runter
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und dann mit dem Bus etwa 2 Stunden lang weiter südwärts über gut ausgebaute Straßen (selbst Nebenstraßen sind hier oft besser asphaltiert als das,w as in Deutschland manchmal als Straße bezeichnet wird!).
In Dambulla warteten nämlich die Höhlentempel auf uns, die entstanden nachdem ein weiterer der zahlreichen Könige, die Sri Lankas Geschichte geprägt hatten, von Tamilen besiegt worden war (ca 100 v. Chr.) und in den Tempeln ein gutes Versteck gefunden hatte. Nach vierzehn Jahren konnte er seinen Thron zurück erobern, und ließ die Höhlen aus Dankbarkeit zu Tempeln umbauen. Der ganze Ort hat ein bisschen was von Phantasialand, allerdings habe ich mir sagen lassen, dass die "Farbenpracht" noch recht nüchtern ist, verglichen mit anderen Ländern.

Der Eingang zur Anlage wird von einem 30m (!!) hohen goldenen Buddha überragt.
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An modellierten Felsen vorbei geht es zum Weg, der die 160m hohe Höhe hinaufführt. Der Weg wird von zahlreichen in weiß gekleideten sinhalesischen Pilgern und beinahe noch zahlreicheren Affen bevölkert. Letztere versuchen einem schon mal die mitgebrachten Tüten mit Wasser oder Essen aus der Hand zu klauen, lassen sich aber zum Glück schnell einschüchtern und lassen einen dann in Ruhe.
Die eigentliche Tempelanlage schmiegt sich dann nahe dem Gipfel in die Felsen
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Hier galt dann Schuhe aus, und rein in die Höhlen. Fünf Stück gibt es davon, in jeder stehen Buddha-Figuren Schulter an Schulter. Außerdem gibt es Malereien, deren Alter und Herkunft kaum auszumachen sind, weil jeder, der renoviert hat einfach fröhlich über die vorhandenen Sachen drübergepinselt hat, wenn sie ihm nicht mehr gefielen, oder verblasst waren.
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Ein buntes Sammelsurium, das einfach durch die Anzahl der Figuren beeindruckt. Drußen konnte man jetzt schon ein wenig weiter in die Gegend gucken.
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Naja, immernoch nicht berühmt. Nach einem letzten Blick zurück auf das Buddha-Museum, machten wir uns auf die letzten Kilometer zur Unterkunft in Sigiriya, wo wir am nächsten Tag den zur Festung umgebauten Felsen bestigen wollten.

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Nach so viel Buddha war uns dann nachmittags nach Ausruhen. Wir legten uns in unsere Betten, saßen auf der Terrasse mit Blick auf den Felsen, aßen Curry, spielten noch etwas Karten und fielen dann in die Betten, mit Vorfreude auf eines der spektakulärsten Ziele in Sri Lanka.

 

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